Mit freundlicher Unterstützung von Innocence in Danger Deutschland e.V.

Informationen


Das Netz schafft Nähe – auch zur Gefahr

Für Täter war es noch nie so einfach, Kontakt mit Ihren Kindern aufzunehmen. Gleichzeitig haben 79% der 12-13-Jährigen heute Internetzugang, Tendenz steigend.

 

Noch unübersichtlicher wird die Situation durch Smartphones. 68,9% der 10-13-Jährigen besitzen ein eigenes Smartphone und 26,9% der 6-9-Jährigen. Eltern haben nicht immer Einblick in das Surfverhalten ihres Kindes. Wir klären sie auf, was Sie tun können, um Ihr Kind beim sicheren Surfen zu unterstützen.

 

40% der Kinder und Jugendlichen werden im Internet sexuell belästigt. Die meisten Opfer sind zwischen 13 und 15 Jahre alt. Sogar wenn die Jugendlichen wissen, wie alt ihr Chatkontakt tatsächlich ist und dass es um Sex geht, lassen sich manchmal auf Treffen ein. Sie können häufig die Manipulation nicht durchschauen und die Konsequenzen nicht überblicken. Wir unterstützen sie im selbstsicheren Umgang mit den digitalen Medien.

 

Die Nacktbilder-Flut

 

Heute sind pornografische Aufnahmen für jede sexuelle Vorliebe anonym für jeden sofort verfügbar.

 

Fast jeder 10. Jugendliche hat bereits ungewollt pornographische oder gewaltvolle Bilder bzw. Filme zugeschickt bekommen. Das sind Bilder die Kinder und Jugendliche nicht vergessen und die ihr gesamtes weiteres Leben prägen können.

 

Nacktaufnahmen führen zu einem verzerrten Bild von Sexualität.

 

Die gesamte mediale Bilderwelt spiegelt eine Haltung von sexueller Verfügbarkeit und Verdinglichung insbesondere junger Frauen dar, die sich in ihrer Omnipräsenz der bewussten Aufmerksamkeit schon wieder entzieht.

 

Junge Menschen die ihr Selbstbild und ihr Selbstbewusstsein noch formen, sind auf dieser Grundlage leichter manipulierbar. Sie nehmen an, bestimmte Haltungen, Darstellungen und Praktiken seien normal und sie wären verklemmt, wenn sie nicht bereit sind, bei sowas mitzumachen.

 

Was können wir tun, um unsere Kinder sinnvoll aufzuklären und sie zu stärken und damit weniger angreifbar zu machen?

 

Was können wir tun, um Kinder vor solchen Inhalten und Pädokriminellen zu schützen?

 

Hier sind einige Tipps mit denen Ihre Kinder oder Schüler sicherer im Netz unterwegs sind:

Tipps

  1. Schließen Sie mit Ihren Kindern ein „Internetabkommen“ wie dieses hier.
  2. Informieren Sie sich über Sicherheitssoftware, die das Benutzen der Webseiten begrenzt (z.B. bei www.dolphinsecure.de oder www.time-for-kids.de).
  3. Platzieren Sie den Computer im „öffentlichen“ Raum und zwar so, dass man den Bildschirm beim Betreten des Raumes sehen kann. Ein Computer im eigenen Zimmer Ihres Kindes ist keine gute Idee.
  4. Behalten Sie auch die Onlineaktivität Ihrer Kinder am Smartphone im Auge. Begrenzen Sie die Onlinezeit. Am besten mit einer „Handygarage“ in der das Smartphone ab einer gewissen Zeit, z.B. ab 20 Uhr, „geparkt“ wird.
  5. Wenn Ihr Kind unbedingt ein Tablet-Computer besitzen muss, nutzen Sie ein spezielles Kinder-Pad. Testberichte finden Sie hier.
  6. Ein Profil einzurichten heißt, sich vor den Augen der Welt darzustellen. Besprechen Sie mit Ihren Kindern oder Schülern, wie sie sich im Internet darstellen.
  7. Lassen Sie Ihre Kinder oder Schüler kein Profil erstellen ohne ein Setup der Privatsphäre und Sicherheitseinstellung.
  8. Erklären Sie Ihre Kindern, wie sie Nutzer, z.B. auf Facebook, im Chat oder im Online-Spiel melden können, wenn sie angemacht werden.
  9. Einmal ins Netz gestellte Bilder können von jedermann kopiert und bearbeitet werden. Auch Ihre Kinder haben dann keinerlei Kontrolle mehr über das Bild.
  10. Besprechen Sie, welche persönlichen Informationen Ihr Kind im Internet weitergeben darf.
  11. Wenn Sie „Stalking“ oder sexuelle Ausbeutung eines Kindes vermuten, schalten Sie die Polizei ein.
  12. Besuchen Sie mit Ihrem Kind kindgerechte Webseiten und Suchmaschinen (www.blinde-kuh.de; www.fragfinn.de) und treffen Sie zusammen eine Auswahl.
  13. Überlegen Sie bei jüngeren Kindern, ob das Handy bereits mit Bluetooth und Internetzugang ausgestattet sein muss.

Nicht sprachlos werden

Kinder und Jugendliche müssen eine Sprache haben, mit der sie das Unaussprechliche aussprechen können. Vage Umschreibungen sind nicht hilfreich. Sie führen zu Verwirrung und noch mehr Scham. Es ist wichtig, dass Kinder ganz selbstverständlich ihre Körperteile benennen können, auch ihre Geschlechtsteile Penis, Vagina (oder Scheide), Brust oder Po. Erwachsene sollten ohne Scham darüber sprechen. Kinder und Jugendliche müssen wissen, dass es in Ordnung ist, über alles zu sprechen, was sie bedrückt. Erwachsene ihres Vertrauens sollten von möglichen Problemfeldern wissen und hilfreich zur Seite stehen, wenn Kinder sich ihnen anvertrauen.

Elternabend an Ihrer Schule

Das Thema digitale Medien, Internet und Kinder verunsichert nicht nur Sie, sondern alle. Vielleicht initiieren Sie an Ihrer Schule bzw. der Schule Ihrer Kinder, einen Informationsabend unter dem Motto „Sicherer Umgang mit den digitalen Medien und dem Internet für Eltern und Kinder.“ Hierbei stehen Informationen über die Chancen und Gefahren der digitalen Welt im Vordergrund. Die vorliegenden Arbeitsmaterialien bieten Ihnen eine sehr gute Informationsgrundlage und münden vielleicht in ein Klassen- oder gar Schulprojekt. Wenn alle Beteiligten bei der Umsetzung das gemeinsame Ziel im Auge behalten, kann umfassende Medienkompetenz vermittelt und gefestigt werden. Innocence in Danger hilft weiter, wenn Sie einen Elternabend an Ihrer Schule planen.

 

Sprechen Sie uns an:

 

E-Mail: info@innocenceindanger.at

Tel: +43 (0)1 5350596

Es ist unser Ziel, Kinder bereits im Kindergarten und in der Volksschule an die Nutzung und die damit verbundenen Gefahren des Internets heranzuführen und den selbstbestimmten Umgang mit den neuen Medien zu fördern. Außerdem wollen wir mit Informationen und Schulungen bei Eltern und PädagogInnen ein besseres Verständnis für eben diese neuen Medien schaffen.